Flexibel und schnell wie die Feuerwehr

Arno Miesl

VN Initiative
Kampf um Talente


Den idealen Mitarbeiter „baut“ sich Fahrzeugbauer Walser am liebsten selbst.

In fast jeder Kinderspielbox findet sich eines als Miniatur: das klassische rot-weiße Feuerwehrauto mit Drehleiter. Solche und andere Kraftwagen in Lebensgröße baut Fahrzeugbau Walser in Rankweil.
Und tatsächlich: in der Fertigung finden sich viele Mitarbeiter, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Sie bauen die Fahrzeuge nicht nur, sondern sind bei Einsätzen als Feuerwehrmänner selbst dabei. „ Das ist der Idealfall“, sagt Arno Miesl. er ist seit knapp drei Jahren Finanz- und Personalchef.


Eigentlich wollte er nach 28 Jahren bei Röfix das Arbeitspensum etwas reduzieren und wechselte deshalb zu Walser als Leiter des Finanzwesens.
Durch interne Änderungen kam es dort aber ganz anders: Innerhalb eines Monats musste er statt einer gleich zwei Abteilungen übernehmen.
„Ich stand vor der Entscheidung: Alles oder nichts“, erinnert sich Miesl, als er quasi ums „Überleben geschwommen ist“
Heute ist er froh, im stark wachsenden Unternehmen oben geblieben zu sein. In weniger als zwei Jahren hat sich alleine das Betriebsgelände vervierfacht. Auch personell hat man den Mitarbeiterstand noch lange nicht erreicht. Große Chancen also für Talente die sich in einem schnell expandierenden Unternehmen betätigen möchten. „Unsere Jobs sind sehr abwechslungsreich“, macht Arno Miesl die Branche schmackhaft. Dass sich die Technik rasant entwickle und jedes Fahrzeug ein Unikat darstelle, seien zusätzliche Anreize.

Kein Personal „von der Stange“
„ Der Beruf des Karosseriebautechnikers ist durch unseren speziellen Beriech der Feuerwehrtechnik sehr gefragt", weiß Miesl. So ist man bei Walser in der glücklichen Lage bei Lehrlingen selektieren zu dürfen. Personal von der Stange gibt es bei Walser nicht. Miesl: „Den idealen Mitarbeiter „bauen“ wir uns sozusagen selbst“.
Fachliches Know-how ist eine der Grundvoraussetzungen, um bei Walser zu punkten. Dafür ist die Fachabteilung zuständig, die die Vorauswahl bei Bewerbungen trifft. Danach kommt der Personalchef ins Spiel, der besonders die soziale Komponente beleuchtet: Passt der Bewerber mit seiner Einstellung in unser System? Kann er sich mit dem Unternehmen identifizieren? "Der ideale Mitarbeiter ist flexibel, hat Hausverstand, Einsatzwille und bekennt sich zum Haus", sagt Arno Miesl.

Vom Positiven Umgang miteinander und der Motivation untereinander profitiere die ganze Belegschaft, so Miesl. Sollten doch „kleine, negative Glutnester“ entstehen, sei es eine seiner Aufgaben, diese einzudämmen.
Das Vertrauen der Mannschaft hat sich der Röthner in der relativ kurzen Zeit erarbeiten können. So kommen auch langjähre, erfahrene Mitarbeiter Rat suchend zu ihm. Miesl: „Die vermittelnde Funktion macht mein Arbeitsfeld spannend“. Auch sämtliche Abläufe zu organisieren und neue Mitarbeiter ins Boot zu holen, die auf den Zug aufspringen wollen, seien interessante Herausforderungen, genauso wie am Aufbau eines Kleinunternehmens zum mittelständischen Betreib mitverantwortlich zu sein.
Und das Schönste an seinem Job? „ Das gesamte, vernetzte Denken und der erweiterte Blickwinkel, den ich durch das breite Spektrum hier bekomme.